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Framer, Webflow oder WordPress? Welcher Stack passt zu welchem Projekt

Drei populäre Web-Plattformen, drei sehr unterschiedliche Stärken. Welche Sie wählen sollten, hängt nicht von Mode ab, sondern davon was Ihre Site können muss.

Webdesign-Diskussionen drehen sich oft um Tools, selten um Probleme. Fragen Sie fünf Designer welche Plattform die beste ist, Sie bekommen sechs Antworten. Ich versuche hier die ehrlichste Version: keine pauschale Antwort, sondern Klarheit darüber, wann welcher Stack passt.

Ich baue mit allen dreien, aus unterschiedlichen Gründen. Hier ist mein Filter.

Framer

Framer ist ein moderner Design-First-Builder mit Schwerpunkt auf Animation und Visual-Polish. Sie bauen visuell, exportieren nicht, hosten direkt bei Framer.

Wann passt Framer: Landingpages, Portfolio-Sites, Marketing-Sites mit hohem Visual-Anteil. Wenn Ihre Site vor allem Eindruck machen soll und Inhalt eher knapp ist. Schnelle Iteration durch Designer ohne Code-Übergabe.

Wann nicht: Sobald Sie ein echtes CMS brauchen, also redaktionelle Inhalte die regelmäßig gepflegt werden, kommt Framer an Grenzen. Auch SEO ist solide aber nicht herausragend, weil Framer den HTML-Output nicht in dem Maße kontrollieren lässt wie ein Custom-Build.

Pricing: Hosting ab 15 € pro Monat. Plus Lizenzen je nach Funktionsumfang.

Webflow

Webflow positioniert sich zwischen WordPress und Framer. Mehr Designer-Kontrolle als WordPress, mehr CMS-Tiefe als Framer.

Wann passt Webflow: Mid-size Marketing-Sites, Multipage mit moderatem CMS-Anteil. Wenn Sie eine Designer-driven Site wollen, die aber auch Blog, Cases und Multi-Page-Templates kann. Webflow CMS ist solide für strukturierte Inhalte.

Wann nicht: Sehr individueller Code, komplexe Funktionen wie Memberships oder Shop, hohe Performance-Anforderungen. Webflow generiert ordentliches HTML, aber für Top-1-Prozent-Performance ist Custom (Astro, Next) besser.

Pricing: Hosting ab 14 $ pro Monat, Workspace-Lizenz ab 19 $ pro Monat.

WordPress

WordPress ist nicht tot, auch wenn jeder Designer das gerne behauptet. Etwa 40 Prozent des Webs läuft auf WordPress, aus guten Gründen.

Wann passt WordPress: Content-heavy Sites, lokale Geschäfte mit häufigen Inhalts-Updates, redaktionelle Sites, Sites mit Shop-Anforderung (über WooCommerce). Wenn Sie oder Ihr Team selbst Inhalte pflegen wollen, ist WordPress nach wie vor das User-freundlichste CMS.

Wann nicht: Wenn niemand die Site pflegen wird. WordPress braucht regelmäßige Plugin-Updates, sonst wird es zur Sicherheitslücke. Auch wenn die Performance kompromisslos sein muss, ist WordPress aufwändiger zu optimieren.

Pricing: Hosting ab 5 € pro Monat. Themes und Plugins variabel, oft kostenlos verfügbar.

Was ich tatsächlich nutze

Für eigene Projekte und für meine Standard-Pakete nutze ich Astro. Das ist ein modernes Framework das saubereres HTML produziert als alle drei Plattformen oben, aber mehr Code-Wissen voraussetzt.

Wenn ein Kunde später selbst Inhalte pflegen will, kombiniere ich Astro mit einem CMS wie Sanity oder TinaCMS. Das gibt die Performance von Custom-Code mit der Flexibilität eines CMS.

Wenn ein Kunde explizit WordPress will (oft wegen bestehender Plugins, Shop-Integration oder weil das Team es kennt), dann WordPress. Ich versuche niemandem etwas aufzuzwingen.

Die wichtigste Frage

Statt zu fragen “welche Plattform soll ich nehmen”, fragen Sie sich erst:

  1. Wie oft wird die Site sich ändern nach Launch? Wenn selten: Framer. Wenn monatlich: Webflow oder WordPress. Wenn wöchentlich: WordPress.
  2. Wer wird sie pflegen? Sie selbst (WordPress), Ihr Marketing-Team (Webflow oder Custom mit CMS), niemand (Framer).
  3. Wie kritisch ist Performance und SEO? Hoch (Custom mit Astro), mittel (Webflow), gut genug (WordPress mit guter Hosting).
  4. Was ist Ihr Budget für laufende Kosten? Hoch (Webflow plus Workspace), niedrig (WordPress mit billigem Shared-Hosting).

Wenn Sie sich bei einer dieser Fragen unsicher sind, nehmen Sie sich 15 Minuten und schreiben Sie mir. Ich bin nicht emotional an irgendeine Plattform gebunden und sage Ihnen ehrlich, was zu Ihrem Setup passt.

KURZ SPRECHEN

Frage offen?

15 Minuten reichen meistens für eine ehrliche Einschätzung.

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